Zahntransplantation

Die Versorgung einer ZahnlĂŒcke kann in der Oralchirurgie mit unterschiedlichen Verfahren erfolgen. Eine bewĂ€hrte Methode ist das Legen eines Implantats im Kiefer oder das Installieren einer BrĂŒcke, was jedoch zwei gesunde NachbarzĂ€hne bedingt. Wenn die Voraussetzungen fĂŒr diese Art Zahnersatz nicht gegeben sind, steht der Zahnmedizin die Möglichkeit der Zahntransplantation zur VerfĂŒgung. Eine solche Transplantation ist eine umfangreichere Operation, bei der viele Details berĂŒcksichtigt werden mĂŒssen. Im Gegensatz zum Einpflanzen einer kĂŒnstlichen Zahnwurzel wird bei der Zahnimplantation das Implantat in den Knochen eingebracht und dort verankert. Bei der Zahntransplantation transferiert der Zahnarzt bei einem kieferorthopĂ€dischen Eingriff einen Zahn oder einen Zahnkeim an eine andere Stelle im Kiefer. Die Oralchirurgen beschĂ€ftigen sich mit der Implantologie genauso wie mit der Zahntransplantation. Know-how und jahrelange Erfahrung auf diesem zahnmedizinischen Fachgebiet bilden die SĂ€ulen einer erfolgreichen chirurgischen Therapie. Ein schöner Mund und gepflegte ZĂ€hne sind ein Zeichen von AttraktivitĂ€t und VitalitĂ€t. Tadellose Zahnreihen vermitteln dem Patienten Selbstbewusstsein und Ästhetik. Der Zahnarzt in Berlin verfolgt mit seiner operativen Behandlung genau dieses Ziel. Eine professionelle Zahntransplantation und das Setzen von Zahnimplantaten schenken dem Patienten mehr LebensqualitĂ€t. Ein lĂŒckenloses Gebiss garantiert ein gleichmĂ€ĂŸiges Kauen und bewahrt vor vielen Krankheiten, die durch eine solche Dysbalance entstehen können. Prof. Dr. med. dent. Andreas Filippi, Fachzahnarzt fĂŒr Oralchirurgie, hat ein Buch zum Thema „Zahntransplantation/Biologischer Zahnersatz“ herausgebracht, das den Patienten die HintergrĂŒnde und Vorgehensweisen eingehend erklĂ€rt.

Wann ist eine Zahntransplantation nötig?

Eine Transplantation von ZĂ€hnen ist dann anzuraten, wenn ZĂ€hne im Kiefer nicht genetisch angelegt sind. Die Kieferentwicklung, das Sprechen und Kauen werden dadurch behindert. Die Zahntransplantation ist auch bei Zahnverlust in jungen Jahren indiziert. Als Ursachen fĂŒr vorzeitigen Zahnausfall kommen starker Karies, Parodonditis und UnfĂ€lle infrage. Die besten Chancen fĂŒr eine erfolgreiche Transplantation bestehen, wenn das Knochenwachstum noch nicht abgeschlossen ist. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben eine gute Prognose.

Weitere Indikationen fĂŒr eine Zahntransplantation sind:

  • Ausgeschlagene ZĂ€hne im Frontzahnbereich
  • Gravierende EntzĂŒndungen der Wurzelspitze
  • Instabile zerstörte ZĂ€hne

Was ist eine autogene Zahntransplantation?

Bei der autogenen Zahntransplantation werden die fehlenden ZĂ€hne durch die  körpereigenen WeisheitszĂ€hne die PrĂ€moralen (kleine BackenzĂ€hne) oder MilcheckzĂ€hne substituiert. Da WeisheitszĂ€hne meist ĂŒberflĂŒssig sind und sowieso extrahiert werden, sind sie das ideale Transplantat fĂŒr den Ersatz von BackenzĂ€hnen. Die autogene Methode ist besonders fĂŒr junge Patienten geeignet. Falls das Zahnwachstum schon beendet ist, muss die Zahntransplantation durch die endodontische Behandlung ergĂ€nzt werden.

Was sind die Vorteile einer Zahntransplantation?

Ein zahnloses oder sehr lĂŒckenhaften Gebiss ist eine massive Hemmschwelle. Zahnverlust bei Kindern und jungen Erwachsenen geht oft mit seelischen Problemen Hand in Hand. Komplexe und soziale Ausgrenzungen machen das Leben und die BewĂ€ltigung des Alltags schwer. Viele Patienten trauen sich nicht zu lachen, und auch der Kontakt zum anderen Geschlecht wird belastet. Eine Zahntransplantation bringt einen Zugewinn an Lebensfreude mit sich. Patienten, die schon frĂŒh ihre ZĂ€hne verloren haben, erlangen ihre Mundgesundheit zurĂŒck. Das „ZĂ€hne zeigen“ können wird fĂŒr sie zu einem starken Fundament. Die Zahntransplantation ist eine hochwertige und vergleichsweise gĂŒnstige Methode. Zahnimplantate und Zahnprothesen sind auf Dauer meist kostenintensiver. Der Oralchirurg in Berlin extrahiert einen eigenen (autologen) Zahn und positioniert ihn in der ZahnlĂŒcke. Die besten Resultate hat der Zahnarzt bei der Verpflanzung von Zahnkeimen. Fremdes Transplantat kommt nicht zum Einsatz. Transplantate stimulieren zudem den Knochen und bringen den Stoffwechsel in Gang.

Wie ist die Erfolgsrate?

Die Erfolgsquote hĂ€ngt von mehreren Faktoren ab. Die Basisanforderung ist eine intakte Zahnwurzel und ein Zahnbett mit gut entwickelten GefĂ€ĂŸen. Wenn der transplantierte Zahn noch nicht vollstĂ€ndig ausgebildet ist, ist die Prognose gĂŒnstig. Die Pulpa (Zahnmark) wird dann neu produziert. Wurden noch nicht ausgewachsene ZĂ€hne transplantiert stehen die Chancen sehr gut, dass sich das Zahnmark (Pulpa) nach einiger Zeit neu bildet und der Zahn nach fĂŒnf Jahren noch besteht. Ein Transplantat, das sich im Wurzelwachstum befindet, hat eine bessere Chance als ein Transplantat, dessen Wurzel schon komplett ausgewachsen ist. Bei der kontinuierlichen Nachsorge kontrolliert der Zahnarzt mit bildgebenden Verfahren, wie der Status der Einheilung und des Wurzelwachstums ist. Ein verlĂ€sslicher Hinweis auf einen positiven Verlauf ist ein Anstieg der Pulpa-Substanz.

Welche Risiken bestehen?

In seltenen FĂ€llen treten Komplikationen auf. Infektionen und EntzĂŒndungen wĂ€hrend der Einheilzeit können den Verlust des Zahnes nach sich ziehen. Kommt es zu einer Wurzelresorption, besteht das Risiko einer Wurzelzerstörung und damit verbundenen Zahnlockerung. Das kompetente, hygienische Arbeiten des Zahnarztes schließt diese Risiken jedoch weitestgehend aus.

Wie lÀuft die Zahntransplantation ab?

ZunĂ€chst prĂŒft der Oralchirurg das Ausmaß der ZahnlĂŒcke und fertigt Röntgenaufnahmen an. Eine Zahntransplantation ist ein anspruchsvoller Eingriff, bei dem die Hygiene einen besonders hohen Stellenwert hat. Nach einer Verabreichung von Antibiotika und einer LokalanĂ€sthesie wird der Zahn freigelegt, der transplantiert werden soll. Wenn der Zahn schon ausgewachsen ist, muss eine endodontische Therapie begleitend erfolgen. Der Wurzelkanal wird vom Zahnarzt mit Knochenzement aufgefĂŒllt, da Zahnmark und Zahnnerv nicht saniert werden können. Entnahme und Zahntransplantation erfolgen in einer Sitzung. Bis zur Implantation wird das entnommene Transplantat im Blutserum des Patienten oder in einer Kochsalzlösung deponiert. Dann wird der zerstörte Zahn extrahiert und das Zahnbett prĂ€pariert.

Nun wird das Transplantat eingebracht und fixiert. Auf diese Weise kann es besser einheilen. Im Falle einer ZahnbettentzĂŒndung wird diese zuerst behandelt. Nach Abklingen der EntzĂŒndung folgt dann die Zahntransplantation. Der eingepflanzte Zahn wĂ€chst in der Regel schnell ein. Die FunktionalitĂ€t und Belastbarkeit sind bald wieder gegeben. Nach der abgeschlossenen Einheilung kann sogar eine kieferorthopĂ€dische Behandlung mit einer Zahnspange oder eine Überkronung durchgefĂŒhrt werden.

Autogene Zahntransplantation oder kĂŒnstliches Implantat?

Das körpereigene Zahnmaterial ist meist vertrĂ€glicher und gĂŒnstiger fĂŒr den Patienten, da die Produktionskosten fĂŒr kĂŒnstlichen Zahnersatz wegfallen. Zudem ist die Zahntransplantation eine langfristige Lösung. Eine Transplantation der eigenen ZĂ€hne ist vor allem fĂŒr jĂŒngere Patienten die erste Wahl. FĂŒr den Fall, dass die autogene Zahntransplantation nicht realisierbar ist, kann ein kĂŒnstliches Implantat eingesetzt werden. Dies ist eine Alternative bei einer eklatanten WurzelkrĂŒmmung des Spenderzahnes oder wenn dieser zu groß ist. Implantate aus Keramik oder Titan haben sich hier als Ersatz bewĂ€hrt. Sie sind flexibel und können nicht durch Karies beschĂ€digt werden. Diese Zahnimplantate dĂŒrfen jedoch erst verwendet werden, wenn das Wachstum des Kiefers abgeschlossen ist. Entscheidend ist generell der Zustand des Kieferknochens. Wenn sich Zysten im Knochen oder umliegenden Gewebe befinden, ist die Zahntransplantation nicht indiziert.

Wird eine Zahntransplantation von der Krankenkasse bezahlt?

Bei der Zahntransplantation handelt es sich im Gegensatz zur Replantation um keine Kassenleistung. Eine Zahntransplantation ist mit einem beachtlichen Mehraufwand verbunden, der auch bei der Kostenaufstellung zu Buche schlĂ€gt. Der Preis richtet sich nach dem Schwierigkeitsgrad. Manchmal muss parallel ein Knochenaufbau erfolgen. Das Ergebnis ist jedoch von sehr langer Dauer und kann sich sehen lassen. Manche Krankenversicherungen oder Zahnzusatzversicherungen bezuschussen die Zahntransplantation. Die Ă€rztliche Notwendigkeit fĂŒr diesen Eingriff muss dann vom Zahnarzt bescheinigt werden. Dazu gehören auch starke psychische Probleme aufgrund der fehlenden ZĂ€hne. Dieser Makel kann das Selbstvertrauen immens schmĂ€lern. Vor allem Jugendliche sind davon betroffen. Genauere AuskĂŒnfte erteilen die jeweiligen Versicherungen.

Üblicherweise erfolgt ein operativer Eingriff in örtlicher BetĂ€ubung. Wir bieten darĂŒber hinaus jeden Eingriff in Sedierung (DĂ€mmerschlaf) oder auch in Vollnarkose (ITN) an.

Ihre Vorteile

Bei einer Behandlung in unserer Praxis
  • nicht benötigte eigene ZĂ€hne werden zur LĂŒckenfĂŒllung benutzt
  • OP kann im Jugendalter druchgefĂŒhrt werden
  • NachbarzĂ€hne mĂŒssen nicht beschliffen werden

Beratung

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Was unterscheidet die Oralchirurgie von ĂŒblichen zahnĂ€rztlichen Behandlungen? Wir erlĂ€utern Ihnen die Unterschiede und den Wirkungsfelder der Oralchirurgie.
Gingivitis bezeichnet eine vorwiegend bakteriell verursachte EntzĂŒndung des am Zahn anliegenden Zahnfleisches. Der Zahnhalteapparat ist von der EntzĂŒndung nicht betroffen.
Üblicherweise erfolgt ein operativer Eingriff in örtlicher BetĂ€ubung. Wir bieten darĂŒber hinaus jeden Eingriff in Sedierung (DĂ€mmerschlaf) oder auch in Vollnarkose (ITN) an.
Zur prÀoperativen und posttraumatischen Diagnostik wird ein radiologisches, bildgebendes Verfahren angewandt, welches die Anatomie der ZÀhne, des Kiefers und des GesichtsschÀdels dreidimensional darstellt.
Zahnimplantate dienen als lang anhaltender und funktionstĂŒchtiger Zahnersatz um bestehende ZahnlĂŒcken zu schließen. Diesen Eingriff bieten wir auch mit Knochenaufbau an.
Was ist eine Zahnfreilegung und wie verlÀuft die Behandlung? Wir erlÀutern Ihnen die Vorgehensweise und die Behandlung.
Als WeisheitszÀhne bezeichnet man die 3. BackenzÀhne, meist befinden sich diese am Ende der Zahnreihe von Unter- und Oberkiefer. Die WeisheitszÀhne (oder allgemein nur Achter genannt) können in allen Lebensabschnitten Beschwerden verursachen. WeisheitszÀhne können Infektionen hervorrufen, bis hin zu krankenhauspflichtigen Abszessen, aber auch Zysten, tiefe Tascheninfektionen oder Resorptionen an NachbarzÀhne können entstehen.
Was bedeutet CMD? Wie erfolgt eine mögliche Behandlung? Und wer ĂŒbernimmt die Kosten? Gerne erlĂ€utern wir Ihnen diese Fragen und klĂ€ren Sie auf.
Die BĂŒrstenbiopsie ist als ein hochgradig aussagekrĂ€ftiges FrĂŒher­ken­nungsverfahren etabliert. Das Verfahren bietet einen Durchbruch in der Mundhöhlenkrebs-FrĂŒher­ken­nung und kann somit Leben retten und LebensqualitĂ€t ver­bessern.
Bei der Implantat-Nachsorge wird die Integration des Implantats in den Knochen kontrolliert und regelmĂ€ĂŸig der bakterielle Status sowie die Entwicklung des umliegenden Zahnfleisches geprĂŒft.
Das All-on-4ℱ bzw. All-on-6ℱ Behandlungskonzept verspricht einen implantatgestĂŒtzten Zahnersatz an nur einem Tag.
Die Periimplantitis ist eine bakterielle Erkrankung im Implantatbett, vergleichbar mit der Parodontis bei natĂŒrlichen ZĂ€hnen.
Sanftes Laserlicht bekĂ€mpft entzĂŒndungsverursachende Bakterien im Mundraum und sichert einen dauerhaften Behandlungserfolg bei Parodontitiserkrankungen, ZahnwurzelentzĂŒndungen und Wundheilungsstörungen.
Parodontitis ist eine chronische EntzĂŒndung des Zahnbettes, die sich aus einer nicht bemerkten ZahnfleischentzĂŒndung entwickeln kann. In ihrem Verlauf werden Gewebe und Knochen zerstört, die fĂŒr den Halt des Zahnes verantwortlich sind. Der Prozess kann Jahre oder Jahrzehnte andauern, bei besonders aggressiven VerlĂ€ufen auch nur wenige Monate. Unbehandelt kann sie zum Verlust des Zahnes oder auch mehrerer ZĂ€hne fĂŒhren.