Implantat-Recall

Kontrolle und spezielle, schonende Reinigung von Implantat und Umgebung
Bei der Implantat-Nachsorge wird die Integration des Implantats in den Knochen kontrolliert und regelmäßig der bakterielle Status sowie die Entwicklung des umliegenden Zahnfleisches geprüft.

Implantate mit Kronen sollen die natürlichen Zähne ersetzen und müssen daher wie eigene Zähne gepflegt werden. Voraussetzung für den dauerhaften Erhalt der Implantate ist die gründliche Mundhygiene des Patienten und eine konsequente Kontrolle durch den Zahnarzt. Daher erhalten Sie nach dem Einsetzen eines Implantates einen konkreten Pflegeplan für das erste Jahr, der auch regelmäßige Nachsorgetermine vorsieht.

Bei den Untersuchungen wird die Festigkeit des Implantats geprüft und auf Fehlbelastungen kontrolliert - zu hohe Kaukraft kann das Implantat lockern. In bestimmten Zeitabständen wird die Zahnprothese abgenommen und gereinigt. Begutachtet werden außerdem der Pflegezustand der Zähne und die Schleimhäute rund um das Implantat - das Zahnfleisch soll reizlos am Implantathals anliegen.

Während dieses Zeitraums sind auch ein bis zwei radiologische Kontrollen notwendig, um den Verlauf der Integration des Implantats in den Knochen beurteilen zu können.

Hilfreich ist ein Implantatpass, in den die Ergebnisse der Untersuchungen eingetragen werden.

Infektionen frühzeitig erkennen

Von den zahlreichen Bakterien im Mundraum besiedeln manche auch die Implantatoberfläche. Werden sie durch eine gute Mundpflege regelmäßig entfernt, verursachen sie keine Beschwerden.

Lagern sich die Bakterien jedoch dauerhaft an, kann das eine Mukositis begünstigen, also eine Entzündung des Zahnfleisches am Implantat. Während eine Zahnfleischentzündung am natürlichen Zahn oft durch schmerzhaft freiliegende Zahnhälse bemerkt wird, sendet das verkronte Implantat keinerlei Signale für eine vorliegende Infektion. Unbehandelt kann daraus eine Periimplantitis hervorgehen, daher ist die regelmäßige Kontrolle des Weichgewebes um das Implantat sehr wichtig.

Die Mukositis kann sehr effektiv und schmerzfrei mit dem Helbo-Laser behandelt werden. Dabei werden selbst kleine Spalträume am Implantat desinfiziert, die durch eine normale Zahnreinigung nicht zugänglich sind. Zusätzlich fördert das Laserlicht die Wundheilung und die Durchblutung des Weichgewebes. Mehr über dieses Vorgehen könnten Sie hier lesen: Helbo-Therapie

Verhindern einer periimplantären Infektion

Bei der Periimplantitis kommt es zum Knochenverlust rund um das Implantat. Entzündungen am Implantatbett bemerken Patienten jedoch nur selten selbst, denn im Frühstadium verlaufen sie meist schmerzfrei. Erst wenn sich die Infektion im umliegenden Knochen ausbreitet, treten Schmerzen auf - unter Umständen ist das Implantat dann bereits nicht mehr zu retten. Mittels Röntgenaufnahmen könnten frühe Anzeichen für einen Implantatverlust rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Wegen des Fehlens von Symptomen sind auch nach Ablauf des ersten Jahres regelmäßige Kontrollen der Implantate durch den Zahnarzt angeraten, da sich krankhafte Veränderungen nur durch spezielle Untersuchungen erkennen lassen.

Die Mundhygiene verbessern

Eine Grundvoraussetzung für den dauerhaften Erhalt des Implantat-Zahnersatzes ist jedoch auch die sorgfältige Mundhygiene des Patienten. Plaque und Speisereste müssen gründlich entfernt werden, um die Bakterienzahl im Mundraum möglichst gering zu halten.

Implantate werden lockerer vom Zahnfleisch umschlossen, als es bei natürlichen Zähnen der Fall ist. Damit können Bakterien leichter eindringen und Entzündungen verursachen. Während die natürliche Zahnwurzel noch durch eine Barriere aus Bindegewebe vom Knochen getrennt ist, liegt das Implantat direkt am Knochen an. Dort entstandene Entzündungen heilen nur schwer ab und werden meist zu spät bemerkt. Durch eine systematische Mundhygiene können Sie als Patient wirksam vorbeugen.

Implantate bzw. Implantatkronen lassen sich grundsätzlich genauso reinigen wie die natürlichen Zähne:

  • Zahnseide, Floss und Interdentalraumbürstchen benutzen. Damit erreichen sie gut die Zwischenräume der Zähne
  • Richtig Zähneputzen: Mindestens zweimal täglich nach den Mahlzeiten
  • Zuckerhaltige Lebensmittel vermeiden (oder nach dem Genuss gründlich Zähne putzen)
  • Evtl. vorhandenene Prothesen regelmäßig herausnehmen und reinigen
  • Regelmäßig eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen lassen

Die rechtliche Lage sieht vor, dass wir Sie umfassend über die häusliche Mundhygiene und die Notwendigkeit der regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen aufklären. Nach Absprache werden wir Sie in dem von Ihnen gewünschten Zeitraum an die nächste Untersuchung erinnern.

Die Periimplantitis ist eine bakterielle Erkrankung im Implantatbett, vergleichbar mit der Parodontis bei natürlichen Zähnen.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich zum Implanat-Recall in die Praxis kommen?

Im ersten Jahr nach dem Einsetzen des Implantats sind 3-4 Termine sinnvoll. Sollten sich keine Entzündungsanzeichen zeigen, kann der Recall auf ein halbjährliches Intervall verlängert werden.

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Ihre Behandlung

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